Meetin’ Moa

Wer braucht schon den Spatz von Paris, wenn er eine(n) Moa aus Salzburg haben kann.
Moa ist sowohl ein seit Jahrhunderten ausgestorbener Urvogel als auch eine musikalische Formwandlerin zwischen Singer/Songwritertum, Chansons & Varieté. Entschlüpft aus dem Salzburger Musiker-Kollektiv „Mildenburg“ steht Hemma Treppo seit über acht Jahren auf der Bühne. Ihre Kompositionen finden immer die passenden Töne & die richtige Melodie, um ihre unverwechselbare Stimme zu unterstreichen; mal rauchig verträumt, im nächsten Moment kindlich verspielt, sonor und doch auch diabolisch singt sich Treppo in den Gehörgängen ihres Publikums fest. Das Repertoire der Chanteuse reicht von mitreißender Gute-Laune-Musik, der man sich nicht entziehen kann („Where might they go“) bis zu schaurig-schönen Pop-Perlen, die nicht nur musikalisch unter die Haut gehen („Red Eyed Girl“, „Mirror on the wall“). Eine beschwingte Diva und musikalische Weltenbummlerin, die frech und fesselnd ihre Geschichten über Liebe, Lust und (Alltags-)Leiden originell und unkonventionell erzählt.

Das ehemalige Bandprojekt „Hemmas Herren“ blitzt hier und dort noch (live) auf, auch durch die diversen Gäste, die damals wie heute die Vollblutmusikerin begleiten, allen voran Thomas und Robert Aichinger an Gitarre und Schlagzeug (beide durch ihre eigene Band „The Merry Poppins“ bekannt). Wie auch Heike Sehmsdorf („La Cafetera Roja“) mit ihrem Cello die nun des öfteren an Hemmas Seite zu sehen ist. Auftritte mit den „Some Mammals“ werden gleich mit kompletter Band und Blaswerk bestritten.

Wer die Geschichte von Meetin’ Moa etwas verfolgt hat, weiß, dass diese ursprünglich von zwei Vokalistinnen getragen wurde. Tatsächlich hat diese Trennung aber etwas sehr erfrischendes, schafft sie doch mehr Eigenständigkeit und völlig neue Facetten im Reich von Meetin’ Moa. Die junge Künstlerin bedeutet die neue Konstellation, durch Musik an archaische Grenzen und Tiefen in sich selbst gehen zu können, diesem bisher Unbekanntem aber offen zu begegnen. Das Ergebnis ist eine auffordernde Mischung aus Altbekanntem und nie Dagewesenem. Eine(n) Moa zu treffen, ist eben wie ein Rendezvous, das einen verzückt, verzaubert zurück lässt.

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